Erste Hanse-trifft-Humboldt-Lounge

Copyright: Olaf Malzahn

Weihnachten ist das Fest der Liebe und auch der Geschenke. Eines gab es jetzt vorzeitig für die Wissenschaftsstadt. Nach dem einstimmigen Beschluss der Lübecker Bürgerschaft zum Zukunftskonzept des Wissenschaftsmanagements und dessen Verstetigung, wurde in dieser Woche das „Haus der Wissenschaft“ eingeweiht. Die Feier war mit der ersten Hanse-trifft-Humboldt-Lounge verbunden, zu der 125 Freunde und Förderer der Wissenschaftsstadt gekommen waren. Grußworte kamen von Bürgermeister Saxe. Er unterstrich den Wert von Wissenschaft für Innovation und Standortentwicklung. Gastreferent Dr. Klaus Sondergeld, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bremen gab in seinem Vortrag zahlreiche Antworten auf die Frage „Was bringt uns ein Haus der Wissenschaft?“ Im Anschluss daran wurde viel Wissen geteilt und passend zur Beziehung von Stadt und Wissenschaft von Dr. Raimund Mildner der Roman „Im Puls der Stadt“ vorgestellt. Ein Beleg dafür, dass nicht überall, wo Wissenschaft drin ist auch Wissenschaft drauf stehen muss. Bei Spanferkel und Rotspon gab es manche Anekdote und viel Freude darüber, dass Lübeck seinem Titelgewinn als „Stadt der Wissenschaft“ auch zwei Jahre nach dem Wissenschaftsjahr gerecht wird und das Konzept nachhaltig umsetzt. „Wir haben genau deshalb in die Bewerbung investiert und das Wissenschaftsmanagement mit vielen Partnern hier in unserer Stadt installiert“, unterstreicht die Vorsitzende der Possehl-Stiftung, Renate Menken, die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die Zukunft der Stadt. „Allein der Titel ist doch kein Gewinn. Wichtiger ist die langfristige Umsetzung. Dafür haben wir uns als Förderer stets eingesetzt“, so Menken. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft begrüßt die Initiative in Lübeck ausdrücklich: „Lübeck beweist die Ernsthaftigkeit der damaligen Bewerbung und zeigt sich als zukunftsfähige Wissenschaftsstadt. Eine solche Glaubwürdigkeit findet überregional Beachtung“, betont Volker Meyer-Guckel, Vorstandsmitglied des Stifterverbands. Denn vor drei Jahren startete Lübeck in das Wissenschaftsjahr 2012. Alle waren stolz auf den Titelgewinn „Stadt der Wissenschaft“ und wollten anderen Wissenschaftsstädten in Deutschland den Nachweis liefern, dass Forschung und Lehre zu Lübeck passen. Und es ist gelungen: Wissenschaftler, Studierende, Kreative, Entscheider, Bürger, Jung und Alt – sie alle sind sich im Wissenschaftsjahr begegnet. Vielfältige Projekte sind entstanden und die Beziehung von Stadt und Wissenschaft, ja von Hanse und Humboldt hat sich gefestigt und nun gibt es diese gemeinsame Adresse: Das „Haus der Wissenschaft Lübeck“ in der Breiten Straße 6-8. „Für uns ist das eine wichtige Anlaufstelle für ehrenamtliches Engagement in der Wissenschaftsstadt“, betonte Friedhelm Anderl im Namen der Stadtteilkoordinatoren. „Gelebte Bürgerbeteiligung ist im Wissenschaftsjahr entstanden und wir haben Professoren und Studierende zu uns eingeladen. Das hat gewirkt, Freude bereitet und für Verständigung gesorgt“, so sein Rückblick. Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhalten hier zudem eine zentrale Visitenkarte in der Stadt. Der Standort ist zugleich die Büroadresse des Wissenschaftsmanagement Lübeck und seine Entwicklung Bestandteil des Zukunftskonzepts. „Wir haben den Auftrag, für die Wissenschaftsstadt Lübeck einen Resonanzraum in der Gesellschaft zu schaffen. Das Haus der Wissenschaft ist hier ein wichtiger Beitrag, damit Lübeck als Wissenschaftsstadt wahrgenommen wird“, freut sich Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen. Ihrer Meinung nach geht es über den Dialog hinaus um das gemeinsame Tun und Handeln in Initiativen und Projekten. Susanne Kasimir, die für die Hansestadt Lübeck das Scharnier zum Haus der Wissenschaft ist, ergänzt: „ Das Haus der Wissenschaft soll Impulsgeber, Informationsdrehscheibe und Treffpunkt sein.“ Insofern war es ein innovativer Abend, an dem gleich vor Ort vielfältige Ideen gesammelt und eingebracht wurden. Denn, das „Haus der Wissenschaft Lübeck“ ist im Entstehen. Es gibt kein verordnetes Konzept. Impulse aus der Gesellschaft sollen einfließen. Der Raum ist da, die Adresse benannt und mit dem Wissenschaftsmanagement der Impulsgeber und die Koordinierungsstelle etabliert. In einer mobilen Gesellschaft ist es wichtig, dass es Konstanten und auch Kümmerer gibt. Diejenigen, die den roten Faden in der Hand behalten, auch Talsohlen durchschreiten und an gemeinsame Ziele erinnern. Das ist eine gute Ausgangsposition für die Beziehung von Stadt und Wissenschaft. +++

Quelle: Wissenschaftsmanagement der Hansestadt Lübeck